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Aktuelles


Hirnwäsche und eingepflanzte Schuldgefühle !!!

 

Dr. Izzeddin Musa
Am Bonner Graben 19
53343 Wachtberg
24.09.2005

Ministerin für Schule und Weiterbildung NRW - Düsseldorf
Frau Barbara Sommer

und an den Vorsitzenden der Schulleitungsvereinigung
Nordrhein-Westfalen e.V.
Herrn Dr. Burkhard Mielke

Sehr geehrte Frau Sommer, sehr geehrter Herr Dr. Mielke,


Hirnwäsche und eingepflanzte Schuldgefühle !!!

Der im Anschluss beigefügte Beitrag von Jörg Bremer in FAZ vom 24.09.05 beschreibt einen einzigen Skandal. Er zeigt, wie ahnungslos und naiv deutsche Lehrer sind.

Die Gehirnwäsche, die mit dieser sogenannten Lehrerfortbildung erzielt wird, müsste jede Schulbehörde alarmieren. Gott sei Dank hat sich bisher nur das Land Nordrhein-Westfalen auf diese Manipulationsveranstaltungen eingelassen. Das ist auch schlimm genug. Andere Länder werden wahrscheinlich folgen. Hoffentlich korrigieren Sie Frau Ministerin und der Vorsitzende der SLV dieser Verwirrung der SPD-Vorgängerregierung. Es darf nicht sein, dass andere Länder diesen abschreckenden Beispiel folgen. Die Aussage einer Lehrerin aus Düsseldorf müsste zur sofortigen Entlassung aus dem Schuldienst führen, da sie nicht nur von historischen Ahnungslosigkeit zeugt, sondern auch zeigt, wie weit die Gehirnwäsche Deutscher bei diesen sogenannten Seminaren schon gediehen ist, Zitat: "Plötzlich begreift man, wie schwer der Gaza-Abzug manchen Israelis fällt, weil sich Israelis aus ihrem Land verdrängt sehen wie damals in Deutschland."

Diese beiden historischen Vorfälle gleich zu setzen, zeigt die Geistesverwirrung dieser Lehrer, die nicht zwischen der Nazibarbarei und der Mentalität und Untaten der israelischen Kolonisatoren und Unterdrücker unterscheiden können. Wären diese "Lehrer" auch nur einmal in den Besetzen Gebieten oder im Gaza-Streifen gewesen, hätten sie dort hautnah die Verbrechen Israels studieren können. Wie kann eine deutsche Schulbehörde Lehrer zur "Weiterbildung" nach Israel schicken, das seit über 38 Jahren das Volk der Palästinenser unterdrückt und sein Land illegal besetzt? Müsste man doch nicht wissen, dass dort die Geschichte nur instrumentalisiert wird, um von den eigenen Verbrechen gegen mein Volk abzulenken und den Deutschen auf alle Ewigkeit ein Schuldgefühl einzupflanzen? Die völlig naiven Deutschen fallen aufgrund ihrer eingepflanzten Schuldgefühle auf diese Propaganda voll rein. Dass man die deutschen Lehrer auch noch an andere Schauplätze der sogenannten Erinnerung schleppt, macht die Intention deutlich: Dort wird nicht Toleranz und Humanität gelehrt, sondern schlechtes Gewissen auf alle Ewigkeit eingepflanzt. Diese sogenannten Lehrer sollten einmal eine Fortbildung in den besetzten palästinensischen Gebieten machen, dann würden ihnen die Augen aufgehen. Meinen Kindern werde ich diese Gehrinwäsche in den NRW-Schulen ersparen.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Izzeddin Musa

Als Anlage füge ich den FAZ-Bericht von Dr. Jörg Bremer bei:

Geschichte als Gegenwart
In Yad Vashem werden auch Lehrer aus Nordrhein-Westfalen fortgebildet

jöb. JERUSALEM, 23. September. Nordrhein-Westfalen ist das einzige Bundesland, das Lehrer nach Israel schickt, damit sie sich dort über die
Zeit des Nationalsozialismus und die Schoa weiterbilden können.

Dieser Tage endete das zehnte Seminar an der Holocaust-Gedenkstätte in Yad Vashem. Doch schon bereitet der Pädagoge Theo Schwedmann aus Dülmen das nächste im Dezember vor. Im Jahr des 50. Geburtstags des Staates Israel schickte Nordrhein-Westfalen über sein Lehrerfortbildungsdezernat in Münster 1998 das erste Mal Lehrer der Sekundarstufen I und II aller Schulformen nach Israel. Mittlerweile sind etwa 200 Teilnehmer in den Genuß der Lehrerfortbildung gekommen. Die letzten Besucher waren regelrecht begeistert von den Debatten mit Schoa-Forschern und Intellektuellen wie Yehuda Bauer, Jakob Hessing und David Bankier. Nie seien sie durch Gespräche so nah mit Holocaust-Opfern in Berührung gekommen, genauso wie mit der Historie Israels und ihrer Nachwirkung. "Plötzlich begreift man, wie schwer der Gaza-Abzug manchen
Israelis fällt, weil sie sich Israelis aus ihrem Land verdrängt sehen wie damals in Deutschland", sagt eine Lehrerin aus Düsseldorf. "Doch wir mußten auch erleben, wie mit der Nazi-Geschichte Propaganda betrieben wird", fügt ein Kollege an. "In Israel ist eindeutig die Geschichte weiter Gegenwart."

Aus den Besuchen im Diaspora-Museum und dem "Haus der Ghetto-Kämpfer" sowie dem neuntägigen Seminar an der "Internationalen Schule für Holocaust-Studien" in Yad Vaschem sind nicht nur bessere Unterrichtseinheiten entstanden. Es wurden Ideen zur Erforschung der Schoa-Geschichte in deutschen Orten entwickelt, darüber hinaus auch Zeitzeugenprotokolle, Schulpartnerschaften und Wettbewerbe sowie Ideen, wie man in den Schulen den 9. November, den Holocaust-Gedenktag, gestalten kann. "In Israel konnte ich die Scheu im Umgang mit diesem Thema überwinden", sagt ein Lehrer. Die "Erziehung nach Auschwitz" geht dabei weit über die deutsch-jüdische Vergangenheit hinaus. "Es geht um Toleranz, Humanität, um dem Umgang mit Erinnerung in jeder neuen Generation." In Yad Vashem sind solche Seminare Alltag. Und so bedauert Yariv Lapid, der mit Schwedmann das Programm entwickelt hat, daß "bisher nur Nordrhein-Westfalen mit uns kooperiert".


Text: F.A.Z., 24.09.2005, Nr. 223 / Seite 8


Schreiben von Günter Schenk:
Betreff: Hirnwäsche und eingepflanzte Schuldgefühle !!!
Datum: Sat, 24 Sep 2005 19:34:55 +0200


Mit der freundlichen Bitte zur Vorlage bei Frau Minister Sommer


Sehr geehrte Frau Minister Sommer,

In der FAZ von gestern lese ich einen Beitrag des Korrespondenten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Herrn Dr. Jörg Bremer über ein Fortbildungsprogramm für Lehrer aus NRW in Yad Vashem. Dem Korrespondenten der FAZ ist zu verdanken, dass derartige Skandale in Deutschland bekannt werden.

Sind Geschichtslehrer aus Deutschland tatsächlich derart ungebildet, schlecht ausgebildet, dass sie Yad Vashem besuchen müssen um die Tragweite der Verbrechen im Namen Deutschlands an den Juden Europas zu erfahren? Um dann verheerende Vergleiche anzustellen wie die zitierte Lehrerin aus Düsseldorf.

Wie kann es möglich sein, dass diese Lehrerin als Ergebnis der erschütternden Erfahrung ihres Besuches in dieser Gedenkstätte die Rückführung von Kolonialisten, die immerhin unrechtmäßig, völkerrechtswidrig fremdes Land gestohlen haben (im Gaza-Streifen) zu vergleichen mit der, zunächts, Vertreibung, später Vernichtung von Juden aus dem Herrschaftsgebiet der Nazis?

Die Aussage dieser einen Lehrerin allein bezeugt die Untauglichkeit dieses pädagogischen Konzeptes dieses Pädagogen Theo Schwedmann aus Dülmen und seines israelischen Partners, Herrn Lapid, zur Erziehung von "Toleranz, Humanität..." Ginge es darum, so wäre sicher das Ergebnis dieser "Bildungsreise" ertragreicher gewesen, wenn die Gruppe, wie auch alle vorhergehenden, nach Yad Vashem einige Tage in einem der Flüchtlingslager in den besetzten Gebieten, im Gaza-Streifen, in Hebron, in Nablus, Jenin, Bethlehem oder irgendwo sonst "hinter der Mauer" mit Familien verbracht hätten. Dies, so ist zu bedenken, wäre dann wirklich die weite Reise wert gewesen.

Erschreckend ist, zu erfahren, dass es bei einer Fortbildungsreise in den Nahen Osten nicht gelingt, (vielleicht auch garnicht beabsichtigt ist?) zu erkennen, dass wir Deutsche nicht zulassen dürfen, dass es die Menschen Palästinas, in ihrer angestammten Heimat, sind, die für die Untaten im Namen Deutschlands bitter "zu zahlen" haben, ohne jede eigene Schuld. Wie wollen Deutsche erreichen, in den Augen der Leidenden schließlich nicht als die eigentlichen Verursacher ihrer Not, ihrer Armut, Vertreibung, Häuserzerstörungen, Ihrer Hoffnungslosigkeit zu gelten ?

Ist es Lehrern aus NRW wirklich nicht zu vermitteln, dass Massenvertreibung, Terrorisierung, Ermordung ganzer Dorfgemeinschaften (1947-48), Verbot der Rückkehr in die angestammte Heimat mit den Palästinensern am Judeozid der Nazis vollkommen Unschuldige treffen?

Wäre es um persönliche Begegnungen mit Überlebenden der Schoah, von Auschwitz u.A. gegangen, wie einfach wäre es gewesen, den am Lebensabend stehenden Dr. Hajo G. Meyer aus den nahen Niederlanden, (Buchautor 2005: Das Ende des Judentums) zu einem Vortrag innerhalb der Lehrerfortbildung nach Münster oder Düsseldorf einzuladen.

Kann von Geschichtslehrern in NRW nicht erwartet werden, dass sie, z.B. durch Lektüre des erst in diesem Frühjahr erschienenen Buches des angesehenen israelischen Politologen Simcha Flapan, Die Geburt Israels (Semit-Editon im Verlag Abraham Melzer) für wenige Euros ihre Kenntnis zu erweitern?

Oder, manch eine Pädagoge/Pädagogin ist sogar soweit der englischen Sprache mächtig, das berühmte Buch des israelischen Soziologen und Historikers Ilan Pappe, History of modern Palestine - One Land, Two Peoples (Cambridge University Press) zu lesen? Ist dies zu viel verlangt von Menschen, denen die Erziehung von Jugendlichen in Deutschland angetragen ist?

Es ist äußerst beunruhigend, aus Herrn Bremers Bericht zu lesen, wie ungebildet, und darum auch manipulierbar, Lehrer im deutschen Bundesland NRW zu sein scheinen. Erlauben Sie mir bitte, Frau Minister, Ihnen mein Entsetzen darüber auszudrücken.

Ein Besuch von Yad Vashem ist, daran ist nicht zu zweifeln, ist mehr als bedrückend, er ist erschütternd. Wissensfortschritt auf diese Weise erwerben zu wollen, ist allerdings sehr bedenklich. Yad Vashem, das bestätigt jeder Besucher, "geht unter die Haut". Besser wäre das "Studium am lebenden Objekt", den zweiten Opfern der Shoah, den Menschen Palästinas, sei es in den besetzten Gebieten, sei es in den Lagern Syriens, Jordaniens, des Libanon. Warum nicht der brutal und sinnlos von den abziehenden israelischen Truppen zerstörten Stadt Kuneitra auf dem Syrien zurückgegebenen Teiles des Golan.

Ihrem Herrn Dr. Burkhard Mielke bin ich gern bereit, weitere Informationsquellen über den Unfrieden im "heiligen Land" zukommen zu lassen. Reisen nach Yad Vashem sind dabei nicht nötig, ja, Propagandaveranstaltungen dieser Art sollten sogar in der Lehrerfortbildung ausgeschlossen sein, es sei denn, als abschreckende Beispiele.

Freundlich, wiewohl entsetzt über das bei Jörg Bremer in der FAZ gelesene

Günter Schenk
5, rue des cigognes
F-67930 Beinheim
- membre du "collectif judeo-arab et citoyen pour la paix", Strasbourg

 
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